



„Autismus ist eine Behinderung, die zur Folge hat, dass man das, was man denkt oder sich vorstellt, nicht oder nur mit Hilfe durchführen kann. Es ist eine Einschränkung im Handlungsbereich, sofern man infolge gezielter Förderung gelernt hat zu denken, was voraussetzt, dass man die Reize, die auf einen einströmen, sortieren kann.“ (Dietmar Zöller, Ich gebe nicht auf, 1992, S. 65)
AUTISMUS/ Schüler mit Autismus in unserer Einrichtung
„Auf Grund ihrer veränderten Entwicklungs- und Lerngegebenheiten bedürfen Kinder und Jugendliche mit autistischem Verhalten im Unterricht besonderer pädagogischer Unterstützung. Unterricht wird dem besonderen Förderbedarf entsprechend eigens bestimmt und angepasst.“ Diese Neuorientierung in der sonderpädagogischen Förderung wird in den „Empfehlungen zur schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus“ der Kultusministerkonferenz
( KMK-Empfehlungen 2000, S.6) formuliert.
Autismus wird im Allgemeinen als tiefgreifende Entwicklungsstörung bezeichnet. Die Ausprägungen dieser Wahrnehmungsverarbeitungsstörung sind so vielfältig und unterschiedlich wie die Menschen mit all ihren Facetten und Eigenheiten.
Genau diese Vielfältigkeit stellt eine besondere Herausforderung an die pädagogischen Mitarbeiter/Innen und Lehrer/Innen dar. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht den Fokus nicht ausschließlich auf den Autismus zu lenken, sondern vielmehr uns und unsere Welt aus dem Blickwinkel unserer Schüler mit Autismus zu betrachten. Auf diese Weise kann es uns möglich werden, den Menschen hinter dem Autismus zu sehen und seine Möglichkeiten und Stärken zu erkennen, herauszulocken und gezielt zu fördern.
Ziel ist es, für jedes Kind mit Autismus die Lern- und Lebenssituation so zu gestalten, dass sie in unserer Einrichtung die größtmögliche Selbständigkeit und Entfaltungsmöglichkeit erhalten.
Im Schuljahr 2010/ 2011 besuchen drei Schüler mit der Diagnose Autismus; im speziellen Asperger-Syndrom und A-typischer Autismus; unsere Einrichtung. Sie werden in Klassen des Primar-, Sekundarstufen -I- und Abschlussstufenbereichs beschult und gefördert. Die Förderung unserer Schüler mit Autismus findet sowohl im Rahmen des regulären Klassenunterrichts und der Betreuung als auch durch gezielte Einzelförderungen (einmal eine Stunde wöchentlich je Schüler) statt.
Die Arbeitsschwerpunkte der Einzelförderungen werden gemeinsam mit dem jeweiligen Klassenteam erarbeitet und finden Eingang in den individuellen Förderplan.
Die Förderung im Rahmen des Unterrichts in den Klassen und der Betreuung in der Tagesstätte findet auf Grundlage dieses individuellen Förderplans statt.
Es besteht ein enger Informationsaustausch zwischen den Klassenteams, dem Elternhaus und dem
Therapeuten.
Arbeitsschwerpunkte im Schuljahr 2010/11:
- Förderung der Kommunikation
- Gefühle und Bedürfnisse äußern
- die eigene Position in der Gruppe finden und sich als Teil dieser sehen
- realistische Perspektiven für die eigene Zukunft erkennen/ entwickeln und annehmen
- Gefühle und Bedürfnisse der Mitschüler erkennen, verstehen und angemessen reagieren
Personelle Strukturen
Aktuell wird die Förderung unserer Schüler mit Autismus von einem pädagogischen Mitarbeiter der Tagesstätte/ Lebenshilfe Alfeld e.V. durchgeführt.
Neben der Ausbildung zum staatlich anerkanntem Heilerziehungspfleger qualifizierte er sich durch die Zusatzausbildung „Theorie und Praxis der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit autistischen Auffälligkeiten“ von November 2006 bis September 2007 an der Akademie für Rehabilitationsberufe GmbH Hannover. Durch regelmäßige Teilnahme an autismusspezifischen Fortbildungen und Tagungen wird zum einen die Qualität der Förderung gesichert und zum anderen werden neueste Erkenntnisse der Forschung und aktuelle Therapiemöglichkeiten direkt ins pädagogische Handeln miteinbezogen.
Gegründet und angeleitet durch den, für die Förderung von Schülern mit Autismus verantwortlichen, pädagogischen Mitarbeiter besteht seit Dezember 2010 die Interessengemeinschaft „RAUS – Rund um AUtismuS“. Die monatlich stattfindenden Treffen bieten allen interessierten Kolleg/Innen die Chance sich mit dem Thema Autismus auf vielfältige Art auseinanderzusetzen. Die jeweiligen Schwerpunkte werden gemeinsam erarbeitet und gesetzt. Dazu gehört die Informationsvermittlung über Autismus im Allgemeinen, Therapie- und Fördermöglichkeiten sowie den aktuellen Stand der Forschung anhand von Referaten und Vorträgen ebenso wie die Auseinandersetzung mit dem Thema „Autismus in den Medien“ und die Organisation von Exkursionen, z.B. zu fachspezifischen Einrichtungen. Gleichzeitig bietet die Interessengemeinschaft ein Forum zum kollegialen Austausch und zur kollegialen Beratung (z.B. in Fallbesprechungen).
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„aus wichtigen weiterführenden gründen werde ich heute schweigen“ |
| Mon Mai 21 Projektwoche Religion |
| Mon Mai 21 @13:00 - 02:00nachm. Gebärdenkreis |
| Mon Mai 21 @15:00 - Schulvorstand |
| Die Mai 29 Pfingstferien |


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